Schulentwicklung.ch

Neue Formen der Leistungsbewertung

Mit Dr. Felix Winter

Kurs SE-LB 05-2017: 20./21. Oktober 2017

Warum neue Formen der Leistungsbewertung?
Zur Zeit verändert sich vieles im Umfeld der schulischen Leistungsbewertung. Es gibt neue Instrumente (z. B. Schulleistungstests), neue Akteure (z. B. Schulbuchverlage, die Klassenarbeiten und deren Auswertung vertreiben) und gestiegene Ansprüche (z. B. soll die Leistungsbewertung förderdiagnostisch nützlich sein). Auch durch die Kompetenzorientierung, wie sie im Lehrplan21 formuliert ist, ergeben sich neue Ansprüche an und Möglichkeiten für die Leistungsbewertung. Und nicht zuletzt haben sich in der schulischen Praxis neue Formen etabliert, wie z. B. Portfolios oder Beurteilungsraster. Damit müssen Lehrpersonen, müssen Schulen heute umgehen und ihre eigenen Wege in der Leistungsbewertung finden – vor allem solche, die im Klassenzimmer gebraucht werden und dort nutzbringend eingesetzt werden können («classroom assessment»; «assessment for learning»).

Eine Weiterbildung für
  • Lehrpersonen aller Schulstufen.
  • Schulleitungsmitglieder, die mit Fragen der Pädagogischen Diagnostik befasst sind.
  • Personen, die Schulen als Multiplikatoren beraten.
Ziele Die Teilnehmenden
  • erhalten einen Überblick zu den Trends in der Leistungsbewertung und deren wissenschaftlichen Hintergründen;
  • lernen die Bedeutung des «assessment for learning», der lerndienlichen Leistungsbewertung, einschätzen;
  • lernen wichtige neue Formen der Leistungsbewertung kennen;
  • entwickeln für ihren Unterricht, für ihre Schule Konzepte lerndienlicher Leistungsbe-wertung.
Inhalte und Arbeitsformen
  • Es wird eine Übersicht zu neuen Formen der Leistungsbeurteilung und ihrer Begründung gegeben (u. a. Reflexions- und Rückmeldeverfahren, Qualitätensuche, Beurteilungsraster, Leistungspräsentation, Portfolios, Verbalbeurteilung, Lernentwicklungsgespräche).
  • Schülerarbeiten werden exemplarisch auf ihre Qualitäten und Konzepte hin analysiert und bewertet.
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten für eine Unterrichtseinheit ein passendes Konzept zur Überprüfung und Bewertung der Schülerleistungen. Dazu sollen sie – zumindest gedanklich – den Plan für eine Unterrichtseinheit mitbringen, in deren Rahmen sie neue Formen der Leistungsbeurteilung einsetzen können.
  • Die Qualität von vorliegenden Beurteilungsrastern wird eingeschätzt und es werden neue Raster erarbeitet.
  • Ein Portfoliokonzept für eine Unterrichtseinheit oder eine Schule wird erarbeitet.
  • Die Einführung von Verfahren zur Reflexion, Rückmeldung und Selbstbeurteilung wird bezogen auf die Unterrichtseinheit geplant.
  • Zu den einzelnen Themen werden vom Kursleiter Impulsvorträge gehalten. Anhand von Arbeitsvorschlägen erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Konzepte und Verfahren, die sie in ihrem Kontext einsetzen können. Die Arbeiten werden vom Kursleiter beraten und unterstützt.
Kursleitung Felix Winter war lange Lehrer und Forscher an den Bielefelder Schulprojekten. Danach war er an der Universität Zürich in der Gymnasiallehrerausbildung tätig. Er ist Erziehungswissenschaftler und Psychologe und berät heute Schulen und Hochschulen zu neuen Formen der Prüfung und Leistungsbeurteilung. In diesem Bereich ist er einer der führenden Experten im deutschsprachigen Raum.
Umfang 2 Tage
Termin Kurs SE-LB 05-2017: Freitag/Samstag, 20./21. Oktober 2017
Kursort Seminarraum Rudolfstrasse 21, 8400 Winterthur
1 Gehminute vom Hauptbahnhof Winterthur entfernt
Kurskosten Fr. 900.-
Bei mehreren Anmeldungen aus einer Schule 10% Rabatt.
Kontakt Anmeldung und organisatorische Fragen:
Isabelle Truniger, Tel. 052 202 41 25
Anmeldung / Flyer